Mittwoch, 19.00 Uhr, Seminarraum (2.OG), Komplex Schwerin // Der Dresden Mythos -
Geschichtsrevisionismus am Beispiel Dresdens //
Der seit 1998 in Dresden, anläszlich der Bombardierung der Stadt im Februar '45, stattfindende Naziaufmarsch hat sich als ein bedeutendes jährliches Großevent in der bundesweiten Naziszene etabliert. Spektrenübergreifend treffen sich jedes Jahr mehrere tausend Alt- und Neonazis um ihre geschichtsrevisionistische und Shoa verharmlosende Propaganda in die Öffentlichkeit zu tragen.
Warum diese gerade in Dresden über Jahre hinweg nahezu ungestört möglich war, liegt an der allgemeinen Gedenkpraxis in Dresden. Jahrelang fand hier eine fast ausnahmslose Stilisierung der Deutschen als Opfer statt. Die Ausblendung der Ursachen der Bombardierung sowie zahlreiche Mythen und Legenden boten Neonazis viele Anknüpfungsmöglichkeiten. In den letzten Jahren jedoch fand ein Wandel im Dresdner Gedenk-Diskurs statt, der sowohl eine artikulierte Abgrenzung von den Nazis als auch eine inhaltliche Verschiebung mit sich brachte. Doch trotz der offiziellen Entmythologisierung, Versachlichung und Kontextualisierung des 13. Februars bleibt das Dresden-Gedenken in seinem Kern geschichtsrevisionistisch und muss als solches kritisiert werden.
Der Vortrag gibt einen Überblick zum jährlich in Dresden stattfindenden Gedenken sowie dessen geschichtliche Entwicklung. Die Referent_innen gehen der These nach, dass das Gedenken in seinen verschiedenen Formen geschichtsrevisionistisch ist.
Mittwoch, 03. Februar 2010, 19.00 Uhr,
Seminarraum (2.OG), Komplex Schwerin
[Personen, die durch neonazistische, antisemitische und/ oder rassistische Aktivitäten aufgefallen, bzw. bekannt sind, als auch Mitarbeiter_innen von staatlichen Überwachungsbehörden (Polizei, MAEX, VS, etc., pp.) sind explizit von der Veranstaltung ausgeschlossen! Wir behalten uns das Hausrecht vor!]
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